Anatomie des Auges

Die Sklera

Die Sklera, auch als Weiß des Auges bekannt, ist die undurchsichtige, faserige, schützende äußere Schicht des menschlichen Auges, die hauptsächlich Kollagen und einige elastische Fasern enthält. Beim Menschen ist die gesamte Sklera im Gegensatz zur farbigen Iris weiß, bei anderen Säugetieren entspricht der sichtbare Teil der Sklera der Farbe der Iris, sodass der weiße Teil normalerweise nicht sichtbar ist. Die Sklera wird von vielen Nerven und Gefäßen durchbohrt, die durch das Foramen scleralis posterior verlaufen, das Loch, das vom Sehnerv gebildet wird.

Die Augenpupille

Die Pupille ist ein schwarzes Loch in der Mitte der Iris des Auges, durch das Licht auf die Netzhaut fällt. Es erscheint schwarz, weil in die Pupille eintretende Lichtstrahlen entweder direkt vom Gewebe im Auge absorbiert werden oder nach diffusen Reflexionen im Auge absorbiert werden, die meist nicht aus der schmalen Pupille austreten. Beim Menschen ist die Pupille rund, aber andere Arten, wie zum Beispiel einige Katzen, haben vertikal geschlitzte Pupillen, Ziegen haben horizontal ausgerichtete Pupillen und einige Welsarten haben ringförmige Arten. Die Pupille wird im Dunkeln breiter und im Licht schmaler.

Die Iris

Beim Menschen und den meisten Säugetieren und Vögeln ist die Iris eine dünne, kreisförmige Struktur im Auge, die für die Steuerung des Durchmessers und der Größe der Pupille und damit der Lichtmenge verantwortlich ist, die die Netzhaut erreicht. Die Augenfarbe wird durch die der Iris definiert. Optisch ist die Pupille die Öffnung des Auges, während die Iris das Zwerchfell ist. Die Iris ist normalerweise stark pigmentiert, wobei die Farbe typischerweise zwischen braun, haselnussbraun, grün, grau oder blau liegt. Die Irisfarbe ist auf unterschiedliche Mengen an Eumelanin und Phäomelanin zurückzuführen, die von Melanozyten produziert werden.

Die Hornhaut

Die Hornhaut ist der transparente vordere Teil des Auges, der die Iris, die Pupille und die Vorderkammer bedeckt. Die Hornhaut mit Vorderkammer und Linse bricht das Licht, wobei die Hornhaut etwa zwei Drittel der gesamten optischen Leistung des Auges ausmacht. Während die Hornhaut den größten Teil der Fokussierungskraft des Auges ausmacht, ist der Fokus fest eingestellt. Die Hornhaut hat unmyelinisierte Nervenenden, die empfindlich auf Berührung, Temperatur und Chemikalien reagieren. Eine Berührung der Hornhaut bewirkt, dass ein unwillkürlicher Reflex das Augenlid schließt. Da Transparenz von größter Bedeutung ist, enthält oder benötigt die gesunde Hornhaut keine Blutgefäße. Stattdessen löst sich Sauerstoff in Tränen auf und diffundiert dann durch die Hornhaut, um sie gesund zu halten. Hornhäute sind auch sehr empfindlich und erfordern besondere Pflege.